Der Schwarze Holunder ist ein einheimischer, aufrechter, buschiger Strauch mit überhängenden Ästen und gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse. Das wärmeliebende Gehölz wächst natürlich in feuchten Wäldern, auf Lichtungen und in Hecken, häufig auch in Siedlungsnähe.
Die Nutzung von Holunder als Nahrungs- und Färberpflanze ist bereits aus prähistorischer Zeit bekannt. Zudem wurden seine Hohlstängel in der Antike wie auch im Mittelalter in der Herstellung von Flöten und altertümlichen Bohrwerkzeugen mit Bogensehnen verwendet.
Der Holunder spielt auch im Volksglauben verschiedener Völker seit jeher eine bedeutende Rolle. So glaubten die Germanen und Wikinger, dass sich die Göttin Freya den Holunderbusch als Wohnsitz auserkoren hat. Um ihren Schutz zu erhalten, pflanzte man Holunder daher häufig als Schutzgehölz in der Nähe von Häusern. Und um ihr Respekt zu zollen, zog man darum früher vor jedem Holunderbusch den Hut.
Der Beiname Hollerbusch stammt von der germanischen Brunnen- und Quellgöttin Holla, auch bekannt als Frau Holle aus dem Märchen der Gebrüder Grimm.