Der Spitzahorn gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse und ist eine der beliebtesten einheimischen Baumarten für Parks und Gärten. So wie er im Herbst durch seine bunte Belaubung auffällt, macht er im zeitigen Frühling mit seinen gelbgrünen Blütendolden auf sich aufmerksam. Sie erscheinen vor dem Laub und sind oftmals die ersten Farbtupfer in Baumbeständen.
Neben den dekorativen Eigenschaften wird auch seine Widerstandsfähigkeit geschätzt. Die natürliche Verbreitung reicht im Norden bis Mittelschweden und Südfinnland. Somit ist der Spitzahorn von den europäischen Ahornarten diejenige, deren Vorkommen am weitesten nach Norden reicht. Der Spitzahorn ist auch waldbaulich vielseitig und mischungsfähig verwendbar. Vor dem Hintergrund zunehmend trockener Sommer infolge des Klimawandels wird der Spitzahorn als geeigneter Baum für trockene Standorte angesehen und findet zunehmend Beachtung im Waldbau.
Bei Bäumen im städtischen Umfeld kann man häufig ganze Bestände mit weissen Flecken auf den Blättern beobachten. Sie werden von «Uncinula tulasnei», einer für den Spitzahorn spezifischen Art des Echten Mehltaupilzes hervorgerufen, schädigen die Bäume aber nicht nennenswert.