Die Hainbuche ist auch unter dem deutschen Namen Weissbuche bekannt. Sie ist aber keine echte Buche, sondern gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und ist mit den Birken, den Erlen und der Haselnuss verwandt.
Die Hainbuche ist ein typischer einheimischer Laubbaum in Wäldern. Im Garten wird sie jedoch zumeist als Hecke gepflanzt. Hainbuchenhecken wurden früher in der Landwirtschaft als Randbepflanzung für Viehweiden und Feldflächen verwendet. Daher auch der Name Hagebuche, welcher von «Hag» abgeleitet ist. Die Hecken sind für Kühe undurchdringlich und bieten zudem einen guten Windschutz.
Von Hagebuche leitet sich auch das Adjektiv «hanebüchen» für «derb, grob» ab. Ursprünglich bedeutete der Ausdruck «aus dem Holz der Hagebuche», was Bezug nahm auf das knorrige, besonders harte und schwer zu bearbeitende Holz der Hagebuche. Während des 18. Jahrhunderts erfuhr der Begriff einen Bedeutungswandel hin zur noch heute gebräuchlichen Bedeutung «abwegig, absurd».