Die Blumenesche gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) und ist im östlichen Mittelmeergebiet beheimatet. Sie gilt in der Schweiz als einheimisch und kommt gehäuft im Südtessin vor. Die Blumenesche wächst langsamer als alle anderen Eschen, bleibt also eher klein und wird darum auch Zwergesche genannt. Dieser hübsche Kleinbaum hat eine rundliche und lichte Krone. Die Äste stehen strahlenförmig und verdreht vom sehr geraden Hauptstamm ab. Die Krone ist so licht, dass man die Blüten besonders gut sehen kann.
Als gut verankerter Tiefwurzler ist die Blumenesche sehr standsicher und verträgt Hitze und Trockenheit gut. Zudem verfügt sie über eine gute Gesundheit und gilt daher als eigentliches Klimawandelgehölz.
Die Blumenesche trägt auch den Beinamen Manna-Esche, doch dieser hat keine Verbindung zum biblischen Manna. Der Name leitet sich von ihrem Saft ab, der unter anderem das süss schmeckende Mannitol enthält. Bereits im 15. Jahrhundert wurde dieser Baum in weiten Teilen Italiens speziell zur Gewinnung des Baumsaftes angebaut. Später wurde aus diesem Saft Mannitol isoliert, welches als Zuckerersatzstoff für Menschen mit Diabetes verwendet werden kann, da es unabhängig von Insulin abgebaut wird. Darüber hinaus wird Mannitol auch als Füll- und Bindemittel in Tabletten verwendet.